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Gesundheitsförderung pädagogischer Fachkräfte

Gesundheitsförderung für die pädagogischen Fachkräfte der Uni-Kitas


Im Januar 2017 startete an der Albert-Ludwigs-Universität in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse das Großprojekt „Gesunde Hochschule“. Im Rahmen dieses Projektes wurden die Beschäftigten der vier Uni-Kitas als Pilotgruppe ausgewählt, da im täglichen Umgang mit Kleinkindern körperliche Belastungen (Bücken beim Anziehen, Spiele auf dem Boden bzw. den Knien, Heben der Kinder etc.) auf der Tagesordnung stehen.

Ab Dezember 2017 ermöglichte die Universität das Kita-übergreifende Folgeprojekt "Mehr Gesundheit in den Kitas durch Bewegungs- und Arbeitsplatzergonomie". Unter der (An-)Leitung einer Physiotherapeutin und Fachkraft für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wurden die pädagogischen Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeitsumgebung begleitet. Ziel war es, mögliche Fehlbelastungen, sich eingeschliffene Bewegungsabläufe und ungünstige Körperhaltungen aufzuspüren, Alternativen zu testen und Arbeitsabläufe zu optimieren.


Leitidee


Ausgangspunkt des Projekts war die aktive Einbeziehung der pädagogischen Fachkräfte in Planung und Umsetzung der gesundheitsfördernden Prozesse. Die Fachkräfte brachten ihr Expertenwissen um gesundheitlich beeinträchtigende Anforderungen an ihren Arbeitsplätzen ein.

 
Ziele

 

  • Fehlbelastungen in der Arbeitshaltung und deren Auswirkungen auf das Muskel-Skelettsystem zu erkennen
  • Haltungsvariationen, Arbeitstechniken und Ausgleichsbewegungen zur Reduzierung von einseitig belastenden Arbeitshaltungen kennen zu lernen und einzuüben
  • Motivation für Haltungsveränderungen zu bekommen
  • Unterstützung der Beschäftigten bei der eigenverantwortlichen gesundheitsbewussten Arbeitsgestaltung
  • Nachhaltigkeit zu sichern, damit Ergebnisse dauerhaft in den Arbeitsalltag einfließen können


Projektablauf


Der Projektablauf gliederte sich in Module, die im Abstand von mehreren Wochen im Jahr 2018 durchgeführt wurden.

Modul 1:
biomechanische Bewegungsanalyse und Dokumentation typischer Tätigkeiten und Arbeitssituationen mit Hilfe von Fotos, um Belastungssituationen zu verstehen und Lösungsideen zu finden

Modul 2:
Verdeutlichung der Auswirkungen von Fehlhaltungen und -bewegungen auf das Muskel- und Skelettsystem durch die zuvor erstellten Fotos, das Nachstellen von Bewegungsabläufen und Wahrnehmungsübungen. Als Vorbereitung des nächsten Moduls wählten die Teilnehmerinnen für sie belastende Arbeitssituationen (zum Beispiel auf niedrigen Stühlen oder am Boden sitzen, sich zu Kindern hinabbeugen, Wickeln etc.), um Bewegungsalternativen im Arbeitsalltag zu finden und sie im nächsten Modul vorzustellen.

Modul 3:
Präsentation der ausgewählten Arbeitssituationen und Diskussion sowie praktisches Ausprobieren der Lösungsvorschläge.

Modul 4:
Bewegungscoaching als Training on the job, Einzelcoaching: Jede Teilnehmerin hatte im Rahmen eines Einzelcoachings Zeit, persönliche Beschwerden anzusprechen und Vorschläge zu deren Berücksichtigung bei Haltungen und Bewegungen im Arbeitsalltag zu bekommen. Neue, den Beschwerden angepasste Tätigkeitsabläufe wurden vorgeführt und optimiert. Dieses Einzelcoaching wurde von den Teilnehmerinnen als besonders wertvoll eingeschätzt.


Ergebnis und nachhaltige Verankerung

 
Anhand der Fotos von ausgewählten Arbeitssituationen wurden Auswirkung von Fehlhaltungen und -bewegungen für den Körper beschrieben und Lösungsansätze zur Reduzierung von Fehlbelastungen aufgezeigt. Die erarbeiteten Maßnahmen werden in das Einarbeitungskonzept für neue Beschäftigte aufgenommen und Leitungspersonen werden darin geschult, neue Beschäftigte selbst anzuleiten.


Resonanz


Die Beschäftigten lobten insbesondere die Umsetzbarkeit der Lösungsvorschläge im Alltag und bewerteten die Projektausrichtung, die den tatsächlichen beruflichen Alltag in der Kita in den Mittelpunkt stellte, positiv.

 

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